Morgengesang der Vögel, 15. April 2026, ca. 6.30 Uhr Frankfurt am Main, Dornbusch (Germany) [wav] Analyse von ChatGPT⤵
Hier kommt der ausführliche Inhalt zum Punkt 1
# 🎧 Detaillierte Spektrogramm-Analyse (geschätzt)
## 🕒 0:00 – 0:04
**Frequenzbereich:** ~2–5 kHz
**Struktur:** klare, getrennte Phrasen, leicht moduliert
* 🐦 Amsel / *Common Blackbird*
→ lange, flötende Einzeltöne mit Pausen
→ im Spektrogramm: saubere, leicht gebogene Linien
👉 Referenzmuster: „klar – Pause – Variation“
---
## 🕒 0:04 – 0:08
**Zusatzstruktur:** kurze, rhythmische Sequenz (~3–4 kHz)
* 🐦 Buchfink / *Chaffinch*
→ typische Kadenz: **aufbauend → fallend → Schlussakzent**
→ Spektrogramm: „Treppenform“ mit abruptem Ende
👉 Sicherheit: mittel (leicht überlagert)
---
## 🕒 0:08 – 0:12
**Neue dominante Peaks:** ~3 kHz, sehr regelmäßig
* 🐦 Kohlmeise / *Great Tit*
→ zweisilbig, konstant wiederholt
→ Spektrogramm: **zwei parallele horizontale Linien** (Intervall!)
👉 Das ist einer der eindeutigsten Marker in der Aufnahme
---
## 🕒 0:12 – 0:16
**Breitbandiger, schneller Triller (~4–7 kHz)**
* 🐦 Zaunkönig / *Eurasian Wren*
→ extrem schnelle Modulation
→ Spektrogramm: „dichtes Rauschteppich-Muster“
👉 Sehr typisch: hohe Energie trotz kurzer Dauer
---
## 🕒 0:16 – 0:20
**Feine, unregelmäßige Ornamentik (~3–6 kHz)**
* 🐦 Rotkehlchen / *European Robin*
→ „perlend“, leicht melancholisch
→ Spektrogramm: unregelmäßige, verästelte Linien
👉 Weniger strukturiert als Amsel → gutes Unterscheidungsmerkmal
---
## 🕒 0:20 – 0:25
**Komplexe flötende Sequenz (~2–5 kHz), dichter als Amsel**
* 🐦 Mönchsgrasmücke / *Blackcap*
→ „mini-Nachtigall“
→ Spektrogramm: zusammenhängende, melodische Ketten
👉 Schwer abzugrenzen von Amsel, aber:
* weniger Pausen
* dichter gebaut
---
## 🕒 0:25 – 0:30
**Zusätzliche raue, nasale Komponenten (~2–4 kHz)**
* 🐦 Grünfink / *Greenfinch*
→ „quietschend / reibend“
→ Spektrogramm: unregelmäßige, leicht „zerfranste“ Linien
👉 eher Hintergrund
---
## 🕒 0:30 – Ende
**Volle Überlagerung (Polyphonie)**
Gleichzeitig aktiv:
* Amsel (tragende Melodie)
* Kohlmeise (rhythmisches Raster)
* Zaunkönig (hochfrequente Füllung)
* Rotkehlchen (ornamentale Zwischenschicht)
---
# 🧠 Technische Einordnung (wichtig)
Was hier passiert, ist ein klassischer Fall von:
* **Acoustic Niche Partitioning**
→ jede Art nutzt andere Frequenzen / Rhythmen
* **Signal Masking Avoidance**
→ z. B. Kohlmeise nutzt einfache Intervalle → bleibt hörbar
* **Temporal Layering**
→ Amsel mit Pausen, andere füllen die Lücken
---
# 📊 Kurz-Fazit (präzise)
| Zeitbereich | Art (DE) | Art (EN) | Marker |
| ----------- | --------------- | ---------- | ----------------- |
| 0:00–0:30 | Amsel | Blackbird | klare Flötentöne |
| 0:08–Ende | Kohlmeise | Great Tit | zweitonig |
| 0:12–0:20 | Zaunkönig | Wren | schneller Triller |
| 0:16–0:25 | Rotkehlchen | Robin | ornamentiert |
| 0:20–0:30 | Mönchsgrasmücke | Blackcap | dichter Gesang |
| punktuell | Buchfink | Chaffinch | Kadenz |
| Hintergrund | Grünfink | Greenfinch | nasal |
[wav] Analyse von ChatGPT⤵
🕒 0:00 – 0:05
* Amsel / Common Blackbird
🕒 0:04 – 0:08
* Buchfink / Chaffinch
🕒 0:07 – 0:12
* Kohlmeise / Great Tit
🕒 0:10 – 0:15
* Zaunkönig / Eurasian Wren
🕒 0:14 – 0:20
* Rotkehlchen / European Robin
🕒 0:18 – 0:25
* Mönchsgrasmücke / Blackcap
🕒 0:22 – 0:30
* Grünfink / Greenfinch
🕒 0:25 – Ende
* Amsel / Common Blackbird
* Kohlmeise / Great Tit
* Zaunkönig / Eurasian Wren
* Rotkehlchen / European Robin [wav] Analyse von ChatGPT⤵
🕒 0:00 – 0:05
* Amsel / Common Blackbird
🕒 0:03 – 0:07
* Buchfink / Chaffinch
🕒 0:06 – 0:11
* Kohlmeise / Great Tit
🕒 0:09 – 0:14
* Zaunkönig / Eurasian Wren
🕒 0:12 – 0:18
* Rotkehlchen / European Robin
🕒 0:16 – 0:22
* Mönchsgrasmücke / Blackcap
🕒 0:20 – 0:26
* Grünfink / Greenfinch
🕒 0:24 – Ende
* Amsel / Common Blackbird
* Kohlmeise / Great Tit
* Zaunkönig / Eurasian Wren
* Rotkehlchen / European Robin
Stream-of-Consciousness-Vortrag: Über Erinnerungsverbrechen
Ausgangspunkt meines improvisierten Stream-of-Consciousness-Vortrags ist das Gemälde Die Erschießung der Aufständischen von Francisco de Goya (Quelle The Prado in Google Earth, Gemeinfrei, Wikipedia). Was passiert mit Menschen, die eine Erschießung mitansehen müssen? [mp3]
2026.04.14 Kluge-Video/ Neue Publikation: Umkämpfte Universitäten
Peter Putz hat einen der letzten öffentlichen Auftritte von Alexander Kluge dokumentiert, eine Einführung zum Film „Heterotopie der Oper“. Österr. Filmmuseum 4. Februar 2026 [Link YouTube]. Vielen Dank!
Interessantes Buch von Lukas Geisler, Lars Hebisch und Helena Schäfer herausgegeben: Umkämpfte Universitäten.
Organisierte Halbbildung und kritische Wissensproduktion in autoritären Zeiten. Im OpenAccess des transcript-Verlags
[Link]
Die Homepage meines Seminars Elektronische Musik ist online [Link]!
2026.04.06 Gesang der Vögel auf Ostern / Neue Publikation
Vogelgesang, morgens am 5. April 2026, nahe Biedenkopf [wav]
Mein neuer Aufsatz Aufschreiben, Zuschreiben, Skizzieren. Schriftlichkeit in Georg Christoph Lichtenbergs Sudelbüchern[Link] ist gerade in Neue Beiträge zur Germanistik[Link] erschienen.
2026.04.02 Reichtum und Geiz
Stream-of-Consciousness-Vortrag über die merkwürdige Verbindung von Reichtum und Geiz. [mp3]
2026.03.31 Hölderlin Empedokles
Erster Versuch Friedrich Hölderlins Empedokles zu vertonen. [mp3]
2026.03.27 Flugzeugfilme
Der Flug von Tokyo (Haneda) nach Frankfurt am Main dauert 14 Stunden. Genug Zeit zum Filmeschauen:
* Paul Thomas Anderson One Battle After Another (2025)
Immerhin der Ansatz eines Versuchs, die Realität in Amerika darzustellen. Sobald ein Impuls von den Figuren ausgehen könnte, wird es humorvoll. Leonardo DiCaprio und auch Sean Penn spielen gut.
* Scott Cooper Springsteen: Deliver Me from Nowhere (2025)
Man hätte den Bezug zur Arbeiterklasse stärken müssen. Auch haben die Songs mehr Dimensionen, als der Film uns glauben macht. Die Figur des Vaters ist zu einfach gezeichnet. Aber die Musik Springsteens zu hören entschädigt für diesen Mix aus Klischees.
* Tatsushi Ômori Hokusais daughter (2025)
Wäre ein Experiment wert gewesen, stattdessen Jidaigeki wie aus dem Vorabendprogramm des Fernsehens. Die Kunst von Hokusais Tochter Katsushika Ōi [Link Wikipedia] ist vielschichtig, der Film ist es nicht.
* Marcus Markou Zwei Fremde, die sich fünf Mal begegnen (2017).
Zauberhafter Kurzfilm, dramaturgisch schöne Idee, auch die Konzeption der Erinnerung großartig, dazu noch schön gespielt. Ich habe ihn gleich zwei Mal angesehen. Er ist auch auf YouTube [Link].
* Alice Shin Harus New Year (2018)
Der Film über eine Japanerin in Kanada hat Charme [Link].
2026.03.26 Auf dem Weg zum Großen Bär. Zum Tod von Alexander Kluge (* 14. Februar 1932 in Halberstadt; † 25. März 2026 in München)
„Mein jüngster Film von letzter Woche heißt: Wanderwege in Richtung Großer Bär. Großer Bär ist der Name des Sternbildes im Norden des Kosmos. Wir leben in dem Kokon, in dem Gefäß einer Lebenszeit von 90 Jahren, zum Beispiel. Und der Kosmos hat eine Lebenszeit von 13,5 Milliarden Jahren bis jetzt. Das wäre der ganz große Zirkus! Und wenn ich heute Abend hinfalle und breche mir mein Bein, den Oberschenkelhals, dann ist das der kleine Zirkus. Wenn ich mich beim Sturz drehe und auf den Po falle, dann geht es gut aus. Wenn ich aber auf die Seite falle, bricht das Bein und ich weiß nicht, ob das in meinem Alter etwas Gutes ist. So haben alle meine Filme immer mit Lebenserfahrung zu tun. Und das war auch schon bei Fassbinder so und bei [Friedrich Wilhelm] Murnau. Und bei [Nagisa] Oshima, dem japanischen Regisseur, und vielen anderen. Ich möchte mich bei Ihnen ganz besonders bedanken, für ihre Aufmerksamkeit!“ (Aus: Andreas Becker (Hrsg.); Kawashima, Kentaro (Hrsg.); Shibutani, Tetsuya (Hrsg.) (2025): Im Kino ist der Geist woanders. Alexander Kluge, Angela Schanelec, Ulrich Köhler, Thomas Arslan und Christian Petzold im Gespräch über ihre Filme, Marburg: Büchner, S. 127-128)
Alexander Kluge gründete in 94 Lebensjahren mehrere Werkstätten der Utopie (mit Sitz in Frankfurt am Main, Oberhausen, Ulm, München, Düsseldorf...), errichtete aus Lettern und Bildern alternative Produktionsanlagen der Phantasie (etwa durch seine Filme Abschied von gestern, In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod, Die Patriotin, seine Erzählungbände Chronik der Gefühle, Die Lücke, die der Teufel lässt, Das fünfte Buch, seine medientheoretischen Schriften Bestandsaufnahme. Utopie Film und zusammen mit Oskar Negt Geschichte und Eigensinn, Maßverhältnisse des Politischen), warb für die Oper als ein Kraftwerk der Gefühle und interpretierte dieses unermüdlich, schuf Gegenöffentlichkeiten verschiedenster Art in beispielloser Kooperationsarbeit und bewahrte sich seine Scham, vielleicht das Schwierigste in der heutigen Kunst- und Medienwelt. Der promovierte Jurist lebte mehrere Leben, sprach gleichzeitig auf zwei Telefonleitungen und war stets im Dialog, dachte, filmte oder schrieb. Und dennoch fand Alexander Kluge immer Zeit für mich. Erreichte ich ihn nicht sofort, so war der nächste Termin schnell gefunden, dann schenkte er mir seine kostbare Lebenszeit, sehr höflich, bestens vorbereitet und stets konzentriert, mit unglaublichen Einfällen und Ideen. Kluge erinnerte die Weltgeschichte so gut wie andere ihr Leben (der Elefant war ein Tier, das er sehr mochte), machte sich nie Illusionen, folgte keiner Ideologie, weil er seine Perspektive stets zu wechseln und zu hinterfragen verstand. Er sprach mit allen, hörte selbst bei heftigstem Widerstand und laut vorgetragenen Vorwürfen geduldig zu. Wo andere Wüsten hinterlassen würden, legte er Gärten der Kooperation an. Man denke etwa an die Gründung der DCTP (Development Company for Television Program), die mehrfach wöchentlich ein kulturelles Fenster im Privatfernsehen bot, das online verfügbar ist [Link]. Wie einfühlsam er in dieser Reihe mit Heiner Müller nach dessen Operation sprach, ist ein Lehrstück der Gesprächskunst [Link DCTP], seine Schilderung von Electrocuting an Elephant, einem Edison-Film, die Basisform eines neuen Erzählens zwischen Text und Bild. Wenn er von Jeff Mills mehr über den Detroit-Techno lernen will [Link DCTP], dann überspringt er Generationen und solidarisiert sich mit dem jungen Musiker. Einmal fragte ich ihn, welches der vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft er am meisten mag. Es gebe kein wichtigstes Element, sagte er. Alle Elemente hingen miteinander zusammen. Man müsse doch ihre Verbindung und ihre Transformation untersuchen.
Dass dieser große Geist und feinfühlige Mensch nicht mehr unter uns weilt, ist ein unendlicher Verlust und macht mich zutiefst traurig.
In dem vorletzten Gespräch, das Tetsuya Shibutani und ich am 13. Mai 2023 mit ihm per Zoom im Anschluss an das Screening von Happy Lamento (2018) im Kino des Athénée Français in Tokyo führten (die dritte von vier Brücken zwischen München und Tokyo, die er für uns baute), erwähnte er jenen Film Wanderwege in Richtung Großer Bär, den er kurz vorher in der Galerie Knust Kunz in München zeigte. Nun ist Alexander Kluge auf dem Weg zum Großen Bär. Ich bin sicher, er gibt uns von dort Nachricht. Wir müssen ihm nur sensibel genug zuhören, unsere Phantasien wie Radioteleskope ausrichten. Er führte uns in seinen Gesprächen, Texten und Filmen vor, wie das geht.
2026.03.21 Friedrich Hölderlin Die Linien des Lebens
Erster Versuch Friedrich Hölderlins Die Linien des Lebens zu vertonen. [mp3]
2026.03.15 Zum Tod von Jürgen Habermas (* 18. Juni 1929 in Düsseldorf; † 14. März 2026 in Starnberg)
Im Studium lasen wir seinen Strukturwandel der Öffentlichkeit. Seitdem verfolgte ich immer, was Jürgen Habermas schrieb und sagte, wenn ich zur Demokratie und Öffentlichkeitstheorie arbeitete. Vielen ging es so. Ein Denker, dem wir vertrauten.
Norbert Seitz' Nachruf im Deutschlandfunk: „Philosoph, Denker, Demokrat: Jürgen Habermas ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Mit seinen Werken zur Diskursethik und Öffentlichkeit prägte er die politische Kultur Deutschlands – und blieb bis zuletzt eine moralische Stimme.“ [Link Deutschlandfunk]
2026.03.03 Die Zukunft des Dokumentarischen in den Nachrichten / U2 sind wieder da!
Stream-of-Consciousness-Vortrag über die Zukunft des Dokumentarischen. Wie werden sich die Medien durch die künstliche Intelligenz verändern? Wie reagieren die Menschen darauf? Warum ersetzt Angsterzeugung das Dokumentarische? Kann es eine zweite Aufklärungszeit geben? [mp3]
U2 sind wieder da!
[Link YouTube]
2026.02.25 3 Questions
2026.02.23 Institution und Verantwortung
Stream-of-Consciousness-Vortrag über das Themenfeld Institution und Verantwortung und die Relation von Mensch und Institution. [mp3]
2026.02.08 Winter in Tokyo
Fotos von heute, Prinz-Arisugawa-Gedächtnispark (有栖川宮記念公園), Azabu-Juban
Snow
Snow. New song by Project Kachimizu, made with Ableton Live [mp3]
2026.02.05 Lange Wellen in der Ökonomie
Nikolai Dmitrijewitsch Kondratjew (1892-1938), russischer Ökonom der Revolutionszeit, vertrat eine Theorie der langen Wellen. Demnach entwickle sich die Wirtschaft in Zyklen von 60 Jahren. Ich finde es so interessant, dass man hierzu keine Erklärung braucht. Es sind nahezu musikalische Beobachtungen, Periodizitäten, die auf die Ökonomie angewandt werden.
Artikel:
Nikolai Dmitrijewitsch Kondratjew: Die langen Wellen der Konjunktur, in Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik, S. 56ff (1926); neu veröffentlicht als 'The Long Waves of Economic Life', übersetzt von Stolper, W.F., Review of Economic Statistics, vol. 17, no. 6, November (Cambridge, Mass.: Harvard University. Department of Economics, 1935).[Link Pdf]
2026.02.04 OpenClaw
Ist das die Zukunft der KI?
2026.02.02 Über das Stream-of-Consciousness-Verfahren als wissenschaftliche Methode. Filmförderung. Selbstgebaute Karton-Shamisen
Über das Stream-of-Consciousness-Verfahren als wissenschaftliche Methode [Link PDF]
Immerhin hat die Politik nun erkannt, dass etwas in Sachen Filmförderung getan werden muss! Infos:
Bundestag Aussprache. Stärkung des Film- und Kinostandorts Deutschland, 15. Januar 2026 [Link YouTube]
10. Sitzung des Ausschusses für Kultur und Medien. Diskussion über den Filmstandort Deutschland, 12. November 2025 [Link Bundestag]
Selbstgebaute Karton-Shamisen mit zwei Saiten.
2026.02.01 Soll Politik ökonomisch sein?
Stream-of-Consciousness-Vortrag, ohne Notizen, frei gehalten, über die Folgewirkung sparsamer Politik, diskutiert am Beispiel der Planung einer U-Bahn-Linie. [mp3]
2026.01.31 „Dieses Verweilen ist die Zauberkraft“ - Georg Wilhelm Friedrich Hegel über Leben und Tod
Stream-of-Consciousness-Vortrag, ohne Notizen, frei gehalten, Hegel über Leben und Tod.
„Der Tod, wenn wir jene Unwirklichkeit so nennen wollen, ist das Furchtbarste, und das Tote fest zu halten, das, was die größte Kraft erfodert. Die kraftlose Schönheit haßt den Verstand, weil er ihr dies zumutet, was sie nicht vermag. Aber nicht das Leben, das sich vor dem Tode scheut und von der Verwüstung rein bewahrt, sondern das ihn erträgt, und in ihm sich erhält, ist das Leben des Geistes. Er gewinnt seine Wahrheit nur, indem er in der absoluten Zerrissenheit sich selbst findet. Diese Macht ist er nicht, als das Positive, welches von dem Negativen wegsieht, wie wenn wir von etwas sagen, dies ist nichts oder falsch, und nun, damit fertig, davon weg zu irgend etwas anderem übergehen; sondern er ist diese Macht nur, indem er dem Negativen ins Angesicht schaut, bei ihm verweilt. Dieses Verweilen ist die Zauberkraft, die es in das Sein umkehrt. - Sie ist dasselbe, was oben das Subjekt genannt worden, welches darin, daß es der Bestimmtheit in seinem Elemente Dasein gibt, die abstrakte d.h. nur überhaupt seiende Unmittelbarkeit aufhebt, und dadurch die wahrhafte Substanz ist, das Sein oder die Unmittelbarkeit, welche nicht die Vermittlung außer ihr hat, sondern diese selbst ist.“ (Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Phänomenologie des Geistes, hrsg von Hans Friedrich Wessels und Wolfgang Bonsiepen, Felix Meiner Verlag 1988, S. 26.)
Zitiert: „Kreise aus Asche“, eine Uraufführung von Butoh mit Contact Improvisation mit Isso Miura, Megumi Hoshino, Joanna Rosenfeld und Yuki Ichikawa [Link OAG]
Tatsumi Hijikata (土方 巽, Hijikata Tatsumi; March 9, 1928 – January 21, 1986), da habe ich mich mit dem Alter leider vertan.
Elizabeth Chai Vasarhelyi and Jimmy Chin (2018): Free Solo, Dokumentation über Axel Honnold [mp3]
2026.01.29 Wahrheit und Kontrolle
Damit hat Hegel nicht gerechnet. Über Wahrheit und Kontrolle in Zeiten der KI. Stream-of-Consciousness-Vortrag
[mp3]
Shakuhachi plays the blues! (Logic Pro X and Shakuhachi Premier G) [mp3]
Shakuhachi plays the blues - extended version - with Saxophon! [mp3]
Harp Melody
2026.01.28 Medien und KI. Die Medien in zehn Jahren
Wie werden sich die Medien durch die KI entwickeln? Ein Versuch einer Prognose, Stream-of-Consciousness-Vortrag [PDF des Transkripts] [mp3] [Sorry für die Dropouts in der Aufzeichnung!]
Evening Jam Feedback Loop II
Das Erklettern des 101 Towers in Taipeh im Free Solo-Stil durch Axel Honnold am 25. Januar 2026 hat Taiwan wahrscheinlich mehr geschützt als manche Flotte. Wenn auch die Live-Übertragung die Grenzen zwischen Dokumentar- und Spielfilm wieder ständig verwischte, wozu seine Coolness wie auch die Interview-Szenen seiner Partnerin Sanni McCandless beitrugen. Ähnlich sahen wir das schon im Film Free Solo von Jimmy Chin und Elizabeth Chai Vasarhelyi (2018). Letzterer enthält aber einige wirklich einzigartige Szenen, die eben genau darin bestehen, dass in lebensgefährlichen Situationen noch gefilmt wird. Das Aushalten des Filmischen gehört auch zu Axel Honnolds Kunst dazu. Sein reduziertes Leben im Van ist beeindruckend, sein Eigensinn und seine kafkaeske Freude am Ausloten des Unmöglichen ebenso.
2026.01.22 Traum und Zeit
„Heute Morgen bin ich um kurz vor halb acht aufgewacht. Ich dachte, das ist etwas zu früh...“ Neuer Stream-of-Consciousness-Vortrag über das Vergehen der Zeit im Traum. [mp3]
2026.01.14 Schöner Anflug auf Japan
Schöner Anflug vorgestern. Blick auf den Fujisan.
2026.01.08 Ohne sie sind wir unsichtbar. Über Dynamiken. Neuer Stream-of-Consciousness-Vortrag
In diesem Vortrag spreche ich über Dynamiken. [mp3] Hier ist das Transkript⤵
Ich halte mal wieder einen Stream-of-Consciousness-Vortrag, diesmal geht es um Dynamiken. Das scheint mir ein sehr wichtiges Thema zu sein. Wenn man Dynamiken entfachen kann, dann hat man Macht. Es geht aber immer auch darum, dass man diese Dynamiken steuern kann. Und steuern kann man sie nur, wenn man sie versteht. Aber ohne Dynamiken, glaube ich, kann man keine Macht gewinnen, keine Veränderungen erzeugen. Man wird unsichtbar, eigentlich, ohne Dynamiken. Auf die Idee mit diesen Dynamiken bin ich gekommen beim Silvesterfeuerwerk. Da hatten wir Wunderkerzen. Diese Wunderkerzen, die sind tatsächliche Wunder-Kerzen. Wenn man es einmal geschafft hat, sie anzuzünden, dann gehen sie von selbst gar nicht mehr aus. Es ist wahrscheinlich sehr schwierig, sie zu löschen. Da ist also schon eine gewisse Dynamik in diesem Feuerwerk, dass also diese Kerze von alleine brennt, bis sie ver-brannt ist. Es gibt dann noch diese Sekundärreaktion. Ich habe mir das mal aufgeschrieben, woraus sie besteht. Sie besteht aus einem Stahldraht in einem Oxidationsmittel, Bariumnitrat, Eisenpulver und Aluminiumpulver, das ist mit einem Bindemittel versehen. Es gibt also eine Sekundärreaktion, dass also nicht nur die Kerze selbst brennt, sondern es entstehen auch solche Funken. Das wäre die zweite Dynamik. Wir hatten das, weil es auf Silvester recht windig war, hatten wir das so gemacht, dass wir diese Kerzen aneinander angezündet hatten. Eine ließ sich sehr schwer anstecken mit dem Feuerzeug. Dann hatten wir also mehrere Wunderkerzen, jeder hat eine gehabt, wir waren zu viert, an eine Brennende gehalten. Und so war nochmal eine gesteigerte Dynamik zu beobachten. Die Kerzen brannten und steckten einander an. Man könnte das für vervielfachen und tausende Wunderkerzen in kürzester Zeit mit dieser Methode anzünden. Die Frage ist dann natürlich auch, ab einem gewissen Punkt bricht die Dynamik aus. Da können Unfälle passieren, es können Brände entstehen. Beim Feuerwerk, wenn man mal ein Knallfeuerwerk nimmt, Böller, dann besteht die größte Dynamik darin, dass es gar keine Zeit mehr gibt, eine ganz kurze Zeitspanne für die Reaktion, das fand ich so interessant. Wie gesagt, wenn man heute politisch etwas verändern will oder in irgendeiner Weise wissenschaftlich sich Gehör verschaffen will oder so, da braucht es immer die Dynamiken. Es genügt nicht, dass man eine These hat, sondern die These muss von anderen aufgegriffen werden und die müssen sie dann weiter verbreiten. Dieser Mechanismus ist doch immer auch ähnlich, diese Struktur. Wenn man beobachtet, wie das bei der Wunderkerze ist, da ist es so, dass das gleiche Material sich aneinander anzündet, diese Art von Homogenität braucht es, scheint es mir doch. Es muss ein Material dem anderen ähneln, im einfachsten Fall. Und dann kann es sich aneinander entzünden. Wenn ich an die Wunderkerze ein Stück Eisen halten würde, würde es sich nicht entzünden. Es wäre eben ein anderes Material. Diese Frage scheint mir ganz wichtig. Erstmal das zu entdecken, wo ist das gleiche Material? Was kann sich an was entzünden? Was kann sich an was entzünden? Das sind jetzt physikalische Dynamiken. Es gibt bei Ovid eine Geschichte vom Sonnengott Helios, in den Metamorphosen ist das sehr schön beschrieben. Das ist ein Sonnenschlitten, der durchs Weltall fährt. Einen Sonnenschlitten als Gefährt. Der Sohn, Phaeton, der sieht diesen Schlitten. Es ist ein sehr prächtiger Schlitten. Und er kann ihn aber nicht lenken, nimmt ihn aber und dann verursacht er die größte Zerstörung. Ich glaube, er stirbt sogar dabei. Ich muss es nochmal nachlesen. Da sieht man so etwas, wenn es schon eine Dynamik gibt, wie bei Helios, dann ist selbst der Sohn nicht in der Lage, diese Dynamik zu übernehmen, sie zu steuern ist eine ganz eigene Frage. Wenn jemand unsere Technik nicht wüsste. Wir würden es einfach so schnell zeigen. Es kann sein, er versteht es falsch, so wie bei dieser Wunderkerze, so ist es auch hier. Die Dynamik, die braucht etwas Ähnliches und gleichzeitig muss man sie irgendwie steuern können. Wenn man sich heute Dynamiken ansieht, sind sie ganz häufig durch die Medien gesteuert, also durch die Zeitung, durch das Fernsehen, durch die sozialen Netzwerke, Influencer und so weiter. Das ist dann noch mal eine zweite Stufe. Die Medien zeigen in diesem Sinne nichts, sie zeigen nur ein Bild, ein Imaginationsbild, das nur durch eine Ergänzung, durch unsere Phantasie, unsere Imagination überhaupt zu einem Stellvertreter für etwas wird. An sich sind das nur Punkte und Schemen. Wenn man dann bestimmte Botschaften medial präsentiert, dann verursachen die bei manchen Menschen eine Reaktion. Da sind wir wieder bei der Ähnlichkeit. Ich warne zum Beispiel davor, vor der Wirtschaftskrise, dann verhalten sich auf einmal die Menschen anders. Sie kopieren das, sie imitieren das, sie reagieren auf einmal ganz ähnlich auf diese Botschaft, und dann schauen sie es sich voneinander ab, das verstärkt nochmal die Dynamik. Aber irgendwann ist so eine Dynamik am Ende, wenn das homogene Material, wie bei der Wunderkerze verbrannt ist, dann ist es nicht so klar, ob die Dynamik das zweite Medium findet, in das sie wechseln kann. Das ist immer ein Problem bei Dynamiken. Jemand hat vielleicht einen ganz fantastischen sozialen Netzwerkkanal, viele Follower, aber irgendwann hat es sich erschöpft. Aber ins Fernsehen zu gehen, das schafft er nicht. Und dann ergibt sich da nichts mehr draus. Der ganze Kapitalismus beruht auf solchen Dynamiken. Man denkt zum Beispiel, am Anfang wird eine Ware produziert, die wird verkauft, getauscht, dann wird sie gegen Geld eingetauscht, dann wird das Geld verliehen, dann geht es nicht mehr um die Ware, sondern nur noch um das Geld. Karl Marx hat das schön beschrieben, ich habe das ein anderer Stelle auch ausgeführt. Dann geht es auf einmal an die Börse, dann werden die Unternehmen selbst, also in Form von Anteilsscheinen an den Unternehmen, also Aktien, gehandelt. Dann gibt es Investmentgesellschaften, die das Kapital verleihen, lenken, Ströme lenken, Ströme des Kapitals. Es wird immer abstrakter, aber immer schneller. Im Vergleich zur Frage, ob jemand eine Ware verkaufen oder nicht verkaufen kann, dann geht es vielleicht darum, dass ein Unternehmen, das vielleicht Hunderttausende oder Millionen Mitarbeiter hat, pleite geht, weil es kein Kapital, keinen Kredit mehr bekommt. Bei Krediten ist es auch immer die Frage, warum gibt man den Kredit und warum nicht? Das kann zu ganz merkwürdigen Effekten kommen. Es gab damals den Leo Kirch. Der hat einen Prozess angestrengt gegen einen Bänker. Es gab ein Interview von einem Bänker. Ich weiß es nicht genau, ich muss es nochmal nachschauen. Der sagte sinngemäß, wir wissen nicht, ob wir ihm noch einen Kredit geben können. Dann sagte Leo Kirch, aber deshalb habe ich jetzt mein Unternehmen verloren, weil ich habe den Kredit nicht bekommen, weil der das gesagt hat. Es gibt bei diesen Dynamiken immer so etwas, wenn sie menschlich werden, sozial, dass wir uns dem nicht entziehen können, das sind Wellen. Eine Welle ist auch eine dynamische Struktur. Das sind so Wellen, auf denen wir schweben, die uns mitreißen, die auch verschiedene Bereiche erfassen, ich sagte schon, das Medium muss gewechselt werden, manchmal stoppt es das, manchmal auch nicht. Das hier ist das Blaulicht des Rettungswagens, die ist schon so laut, die Sirene, dass sie alles durchdringt, man muss sich die Ohren zuhalten. Man sagt sich, wenn die nicht so laut ist, dann werden wir nicht gehört, dann können wir nicht so schnell fahren, wir wir müssten, deshalb muss es immer lauter werden. Die Autos heute sind eher schallgeschützt, dann wird es eben nochmal lauter. Die Fußgänger, die am Straßenrand stehen, die haben das Nachsehen, die müssen sich die Ohren zuhalten. Bei den Medien ist es so, dass es so einen Wunsch gibt, der erstmal unbewusst ist, überhaupt das Medium zu konsumieren, eine Erfüllung des Wunsches, eine Scheinerfüllung. Sie sehen das auch. Sie schauen das auch an. Dann gibt es dann solche Strukturen, die das doppeln, den Star. Der Star ist enthoben, er repräsentiert das Ideal in seiner Person. Wenn der Star dann auftritt, dann gibt es wiederum eine Massendynamik, alle wollen den Star sehen. Wir wissen alle, so ist er gar nicht als Mensch, das ist nur ein ideales Bild, aber dennoch wünscht man es sich doch, es soll so sein. Generell könnte man sagen, dass es negative und positive Dynamiken gibt. Positive Dynamiken wären Dynamiken des Glücks. Ich kann auch Menschen glücklich machen. Ein negative Dynamik wäre eine des Krieges, zum Beispiel, Krankheiten, Ansteckungen. Wenn man mal überlegt, man hat eine Dynamik. Sie wäre wirklich eine eigene Frage, die müsste man dann spezifisch stellen, wie eine Dynamik vergrößert werden kann und unter welchen Bedingungen, welchen Bereichen. Aber die andere ganz wichtige Frage ist ja, wie man Dynamiken, zum man zum Beispiel Kriegsdynamiken, wie man die in Friedensdynamiken umwandeln kann. Da gibt es, glaube ich, verschiedene Techniken. Eine Technik wäre die Passivität. Dass man so eine Stärke hat, dass man nicht affiziert wird von der Dynamik. Wenn genügend Menschen so sind, dann breitet sie sich gar nicht aus, Passivität. Ein anderer Weg wäre, dass man ausweicht, ein zweites Medium hat, man wechselt, dass man sich sagt: Das ist mir doch egal, ob es da eine Dynamik gibt! Ich benutze ein zweites Medium! Wie der Stromausfall zum Beispiel, jetzt kürzlich in Berlin. Da könnte man sagen, gut, dann produziere ich den Strom halt selbst. Solar auf dem Dach, dann bin ich unabhängig. Ich wechsle das Medium. Oder ich mache mir ein Feuer. Eine andere Möglichkeit wäre, intellektuell die Struktur zu erkennen und dann Vorkehrungen zu treffen, vielleicht technischer Art. Oder sie zu verstehen, das Motiv zu verstehen, warum man die Dynamik eingegangen ist, das wäre auch möglich. Die Dynamiken zu löschen. Oder im Vorhinein zu immunisieren. Bei Viren geht das ja. Viren breiten sich schnell aus, aber wenn man immunisiert ist, dann schaffen sie das nicht. Es ist auch leichter, ein negative als eine positive Dynamik in Gang zu setzen. Es ist immer leichter zu stören. Zum Beispiel die Provokation. Jemand beschimpft den anderen, dann führt das meistens, vielleicht zwangsläufig dazu, dass der andere dann zurück schimpft. Und wenn man dann wieder eine Reaktion zeigt, dann kann das ganz schnell in Gewalt münden oder das ist schon Gewalt, Sprachgewalt bereits geworden. Das kann man dann auch sehen, eine Massenschlägerei, diese Art von Dynamik. Manchmal ist es auch so. Es rastet ein. Man sagt sich, das muss doch so sein. Ich muss es immer wieder anwenden, immer wieder. Zum Beispiel, man hat eine Bürokratie. Man versucht durch die Bürokratie nochmal einen Bürokratieabbau herbeizuführen, das kann eigentlich nicht funktionieren. Es wird immer mehr Bürokratie geben. Die größte Dynamik… Ich hatte schon von der Homogenität gesprochen, die notwendig ist. Aber das ist etwas, was man im Gegensatz zur Wunderkerze bei medialen Dynamiken hat, dass man die Dynamik auch innerhalb des Mediums nochmal spiegeln kann. Das ist so wie ein Feedback-Loop, eine Rückkopplung. Dadurch verstärken sich die Dynamiken natürlich nochmal enorm. Das also ein medialer Effekt verursacht wird, und dann wird nochmal darüber berichtet und das geht dann vielleicht durch ganz verschiedene Medien durch. Das ist sicherlich auch ein Grund, warum das so eine Stärke hat, dieses Influencertum. Das Fernsehen auch. Sie ist vielleicht überhaupt nicht glaubwürdig, die Nachricht, aber wenn es dann jemand anderes nochmal aufgreift und thematisiert, dann geht es immer weiter. Bei einem Feedback-Loop, da muss man höllisch aufpassen. Wenn man ein Mikrofon nimmt, schließt es an einen Verstärker, an die Boxen, dann gibt es das immer wieder, dass das Signal, das durch die Boxen geht, wieder ins Mikrofon hinein geht und sich so selbst verstärkt, und zwar ganz schnell. Und dann gibt es eben diesen berühmten Pfeifton, aber vorher gibt es sehr interessante, eigentlich kaum berechenbare Strukturen. Man weiß gar nicht, was da passiert. Das ist das interessante beim Gitarrenspiel, bei Jimi Hendrix. Dass man da irgendwie denkt, das ist zwar gebändigt, aber nicht so richtig. Was da genau passierte, das konnte er auch nicht so genau sagen, ein Feedback-Loop. Das Pfeifen, irgendwie seine Art von Ahnung von Lebendigem. Man muss schnell aufpassen, sonst kann es dieses Pfeifen geben, dass zerstört dann alles. Das ist ja bei Dynamiken so, zum Beispiel der Atombombe, eine Kettenreaktion, eine Verbrennung, die eine neue Verbrennung und wieder eine neue verursacht. Dass es dann einen Atomblitz gibt. Das ist vielleicht das Sinnbild von einer Dynamik, einer zerstörerischen Dynamik. Das ist die Frage. Aber, wie gesagt, um etwas zu verändern, braucht man Dynamiken, dann muss sich immer dessen bewusst sein, dass eine Dynamik aus den Fugen geraten kann, dass es daher einer Steuerung bedarf, diese Dynamik verlangsamen zu können, wie beim Ofen. Ich muss immer ein bisschen heizen, aber nicht zu viel. Man weiß nicht, an welcher Stelle da etwas Falsches passiert. Wenn man solche Sachen mal verbindet. Da ist ein Influencer, dann kommen auf einmal diese ganzen Fans und es wird wieder berichtet auf den sozialen Medien von allen. Auf einmal bilden sich innerhalb von Minuten Menschentrauben, die man gar nicht vermutete, man fragt sich, wo kommen die her, was wollen die? Da kann es viele Probleme geben, aber so etwas ist natürlich auch sehr interessant. Die Menschen sind heute in Angst und sie wollen eigentlich keine Dynamikem, und da es auch etwas ganz Schönes. Wenn auf einmal ein Mensch kommt, ein Influencer, und dann entsteht eine Dynamik. Jede Gesellschaft hat gewisse Dynamikzonen, das Fest, das Konzert, das Spiel, der Zuschauer. Das sind solche Dynamiken. Die werden eingegrenzt durch den Staat, durch die Halle, durch die Terminierung. So ganz willkürlich kann man die Dynamiken nicht wählen. Man kann erahnen, wo sie liegen könnten. Die Frage ist natürlich immer, wenn man eine Dynamik entfachen will, dann muss man selbst in die Dynamik sich hineinbegeben. Und das geht nur, wenn man ein profundes Interesse hat. Das ist immer existenziell. Man kann sich nicht mehr raushalten. Einmal hat die Dynamik begonnen und dann ist man bei der Dynamik. Und es kann sein, dass die Bereiche erfasst, die jenseits der Steuerung liegen, da muss man sehr vorsichtig sein. Wie gesagt, gerade bei diesen Mediendynamiken, bei den Influencern, die selbst über sich berichten, deren Follower dann auch wieder darüber berichten, dann entsteht ganz schnell eine Übersteuerung des Systems, ein Feedback-Loop. Ich meine, mit diesem Feedback-Loop umzugehen, das gelingt natürlich. Ich hatte schon das Beispiel Jimi Hendrix erwähnt. Man kann es schaffen. Wenn man manchmal sieht, welche Positionen in der Politik da vertreten werden, dann muss man ein Gegenfeuer legen, eine Gegendynamik machen, sonst wird man überrannt. Man kann dann die Methode des anderen übernehmen, den man bekämpfen will. Der eine Politiker macht soziale Medien, man macht das auch. Man kann auch das Gegenteil machen, dass man sagt, nein, ich bin dagegen, man kann ganz verschiedene Dinge machen. Meistens wird es so sein, dass diese Techniken übernimmt. Dann fragt man sich, ob nicht auch das Ganze auf die Botschaft ausstrahlt. Vielleicht soweit die ersten Überlegungen zur Dynamik. Man müsste sich nochmal diese verschiedene Dynamiken im Detail anschauen. Strukturen ausarbeiten. Akteure, Techniken, Sprecharten, Inszenierungsformen, auch historischer Art, wie war das vor 1000 Jahren und wie macht man das heute? Ist es ähnlich oder nicht? Da gibt es viel zu entdecken. Ich denke fast, dass man sehr große Ähnlichkeiten finden würde über die Jahrtausende, was die Dynamik anbelangt. Man sagt immer, ja, die soziale Medien, die verändern alles, aber so ähnliche Muster gab es doch auch schon früher.
2026.01.06 Neuer Song
... von Project Kachimizu, The Invisible Hand
2026.01.03 Uguisu-Jam III/Plant Music
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Andreas Becker
Neue Sounds, Uguisu-Jam [Link YouTube][Link YouTube]
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